Aufatmen im deutschen Profifußball. Das Bundesarbeitsgericht hält die Befristung von Spielerverträgen – nach wie vor – für zulässig.

Urteil des Arbeitsgerichts Mainz

Ein Urteil des Arbeitsgerichts Mainz vom 19.03.2015 (Az.: 3 Ca 1197/14) hatte im Profisport, insbesondere in der Fußballbundesliga, für erhebliche Aufregung gesorgt. Wir hatten hierüber auch in unserem Blog berichtet. Was war geschehen? Das Arbeitsgericht Mainz hatte der Klage seines Torhüters Heinz Müller gegen die Befristung seines mit dem Bundesligaverein 1. FSV Mainz 05 bestehenden Arbeitsvertrages stattgegeben. Das Arbeitsgericht folgte der Auffassung des Spielers, wonach die Befristung seines Vertrags in Ermangelung eines Sachgrundes im Sinne des Teilzeit- und Befristungsgesetzes unwirksam sei. Der Verein berief sich erfolglos darauf, dass derartige Befristungen im Profisport branchenüblich seien.

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Heimliches Aufnehmen von Personalgesprächen: Fristlose Kündigung droht!

Nachdem heutzutage fast jeder über ein Smartphone verfügt, kann auch jeder über dessen Aufnahmefunktion heimlich Gespräche mitschneiden. Zuweilen geschieht dies auch in Personalgesprächen. Dem anwaltlichen Berater wird häufiger als es vielleicht zu vermuten wäre von Mandanten mitgeteilt, bestimmte Inhalte von Personalgesprächen ließen sich doch leicht nachweisen, da eine entsprechende Tonaufnahme existiere. Oftmals fehlt hier die notwendige Sensibilität, wie ein aktuelles Urteil des LAG Hessen (Az.: 6 Sa 137/17) zeigt.

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Welche arbeitsrechtlichen Änderungen plant die GroKo?

Kürzlich haben die Parteien CDU/CSU und die SPD die Koalitionsverhandlungen aufgenommen. Diese Verhandlungen bauen auf den Ergebnissen der Sondierungsgespräche auf, welche in dem sog. Ergebnispapier vom 12.01.2018 festgehalten wurden. Sollten diese Vorhaben in der nächsten Legislaturperiode in die Praxis umgesetzt werden, stehen auch im Arbeits- und im Sozialrecht einige Änderungen bevor.

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Aufgepasst bei der Eigenkündigung des Arbeitnehmers

Vielen Arbeitnehmern ist mittlerweile bekannt, dass sie innerhalb von drei Wochen nach Zugang einer Arbeitgeberkündigung Klage beim Arbeitsgericht erheben müssen. Andernfalls wird die Wirksamkeit der Kündigung fingiert. Kurzum, Arbeitnehmer, die nach Ablauf der Dreiwochenfrist zum Anwalt gehen und sich beraten lassen wollen, sind, sofern sie eine schriftliche Kündigung erhalten haben, zu spät dran und werden keinen Erfolg mit einer Kündigungsschutzklage haben.

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WSK empfohlen im JUVE Handbuch Wirtschaftskanzleien 2017 / 2018

Die Arbeitsrechtskanzlei WOLFF SCHULTZE KIEFERLE wird zum fünften Mal in Folge seit ihrer Gründung im Handbuch des JUVE-Verlages als eine der führenden Spezialkanzleien für Arbeitsrecht im Süden Deutschlands gelistet.
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FOCUS-Spezial: Deutschlands Top-Anwälte Arbeitsrecht 2017

In der aktuellen FOCUS-Anwaltsliste 2017 wird die Kanzlei WSK bei der Auflistung von „Deutschlands besten Arbeitsrechts-Anwälten“ erneut genannt.
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Neues zum AÜG – Abweichung vom equal pay- Grundsatz auch im Mischunternehmen

Im Rahmen der gewerblichen Arbeitnehmerüberlassung sind die Verleihunternehmen nach § 8 Abs. 1 AÜG grundsätzlich verpflichtet, ihren Leiharbeitern für die Zeit der Überlassung an den Entleiher die im Betrieb des Entleihers für einen vergleichbaren Arbeitnehmer des Entleihers geltenden wesentlichen Arbeitsbedingungen einschließlich des Arbeitsentgelts zu gewähren (sog. Gleichstellungsgrundsatz bzw. „equal pay / equal treatment-Grundsatz“).
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Teilnahmerecht an Betriebsfeiern

Teilnahmerecht an Betriebsfeiern
Das Arbeitsgericht Köln hat mit einem aktuellen Urteil vom 22.06.2017 (Az.: 8 Ca 5233/16) einen bemerkenswerten Fall entschieden. Der Tenor des Urteils lautet, dass der Arbeitgeber verurteilt werde, den Arbeitnehmer zum Betriebsausflug 2017, zur Weihnachtsfeier 2017 sowie zur Karnevalsfeier 2018 einzuladen. Was war passiert?

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Gemeinschaftsbetrieb als Alternative zur Arbeitnehmerüberlassung

Die arbeitsrechtlichen Risiken der Arbeitnehmerüberlassung sind weithin bekannt. Ein interessantes und in der Rechtsberatung oft bedenkenswertes Instrument zur Vermeidung dieser Risiken ist die Begründung eines sogenannten Gemeinschaftsbetriebs. Dieses Instrument hat durch ein aktuelles Urteil des LAG Mecklenburg-Vorpommern vom 13.06.2017 nochmals Bestätigung erfahren.
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Let`s talk about money – oder – Die Vorgaben des Entgelttransparenzgesetzes

I. Einleitung

Im Oktober 2009 hat das Landesarbeitsgericht Mecklenburg-Vorpommern entschieden, dass eine arbeitsvertragliche Klausel, welche den Mitarbeitern auferlegt, die Höhe ihrer Bezüge vertraulich zu behandeln und auch gegenüber anderen Firmenangehörigen Stillschweigen darüber zu bewahren, unwirksam ist.
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